Ab dem 19. Juni 2026 ist der Widerrufsbutton WooCommerce-Pflicht – geregelt durch den neuen § 356a BGB. Wer seinen Online-Shop nicht rechtzeitig umrüstet, riskiert Bußgelder bis zu 50.000 €, Abmahnungen von Mitbewerbern und eine drastisch verlängerte Widerrufsfrist. Als WordPress-Experte aus Bissendorf/Osnabrück zeige ich Ihnen, wie Sie den Widerrufsbutton in WooCommerce mit dem German Market Plugin schnell, korrekt und DSGVO-konform einrichten.
Der Gesetzgeber verfolgt ein klares Ziel: Wer einen Vertrag per Mausklick abschließen kann, soll ihn auch per Mausklick widerrufen können – kein Suchen nach einer E-Mail-Adresse, kein Ausdrucken von PDF-Formularen, kein Telefonanruf. Dieser Grundsatz gilt ab dem Stichtag für alle B2C-Online-Shops, also Shops, die an Privatpersonen verkaufen, und damit auch für die meisten WooCommerce-Shops in Deutschland.
Mit über 20 Jahren Erfahrung in WordPress und WooCommerce, als eRecht24-Mitglied und DSGVO-konformer Webdesigner aus der Region Osnabrück helfe ich Ihnen, diese gesetzliche Anforderung rechtzeitig und korrekt umzusetzen.
📌 Das Wichtigste auf einen Blick: Ab dem 19. Juni 2026 müssen alle B2C-WooCommerce-Shops in Deutschland einen elektronischen Widerrufsbutton bereitstellen (§ 356a BGB). Verstöße können mit bis zu 50.000 € Bußgeld oder 4 % des Jahresumsatzes bestraft werden. German Market unterstützt den Widerrufsbutton ab Version 3.58. Jetzt handeln – die Frist läuft!
Was ist der Widerrufsbutton?
Der Widerrufsbutton – auch elektronische Widerrufsfunktion genannt – ist eine digitale Schaltfläche oder ein klar beschrifteter Link, über den Verbraucher einen online abgeschlossenen Vertrag direkt im Internet widerrufen können. Die Beschriftung muss eindeutig sein; der Gesetzgeber empfiehlt den Wortlaut „Vertrag widerrufen“.
Bisher genügte es, eine Widerrufsbelehrung bereitzustellen und eine E-Mail-Adresse oder ein PDF-Musterformular anzubieten. Ab dem 19. Juni 2026 sind diese Mittel allein nicht mehr ausreichend. Der Widerruf muss strukturiert, elektronisch und vollständig im Shop abwickelbar sein.
Wichtig zu wissen: Es muss kein technischer HTML-Button sein. Auch ein klar beschrifteter Hyperlink erfüllt die Anforderung – entscheidend sind Eindeutigkeit, gute Sichtbarkeit und leichte Auffindbarkeit.
💡 Tipp: Als WordPress-Experte mit über 20 Jahren Erfahrung und eRecht24-Mitglied unterstütze ich Sie bei der rechtssicheren Umsetzung – von der Plugin-Einrichtung bis zur aktualisierten Datenschutzerklärung. Sprechen Sie mich an!
Rechtliche Grundlage: § 356a BGB und EU-Richtlinie 2023/2673
Die gesetzliche Grundlage ist der neue § 356a BGB, der ab dem 19. Juni 2026 gilt. Er verpflichtet alle Unternehmen, die Fernabsatzverträge – also Verträge ohne persönlichen Kontakt, z. B. über einen Online-Shop – mit Verbrauchern über eine digitale Benutzeroberfläche abschließen, eine elektronische Widerrufsfunktion bereitzustellen.
Die Grundlage dafür ist die EU-Richtlinie (EU) 2023/2673, eine Änderung der Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU. Alle EU-Mitgliedstaaten waren verpflichtet, diese Richtlinie bis zum 19. Dezember 2025 in nationales Recht umzusetzen.
Der Zeitplan für Deutschland:
- 19. Dezember 2025: Bundestag beschließt das Umsetzungsgesetz
- 30. Januar 2026: Bundesrat stimmt zu
- 6. Februar 2026: Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt
- 19. Juni 2026: Pflicht tritt in Kraft
⚠️ Hinweis: Neben dem Widerrufsbutton treten ab dem 27. September 2026 weitere Informationspflichten in Kraft – u. a. Angaben zur Produkthaltbarkeit, Reparierbarkeit und Software-Updates. Planen Sie die Anpassungen Ihres Shops daher mit ausreichend Vorlaufzeit.
Wen betrifft die Pflicht – und wen nicht?
Die Widerrufsbutton-Pflicht gilt für alle Unternehmen, die B2C-Fernabsatzverträge (Verträge mit Privatpersonen) über eine Online-Benutzeroberfläche abschließen und bei denen ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht.
Betroffene vs. nicht betroffene Shops
| Betroffen (Pflicht) | Nicht betroffen (Ausnahme) |
|---|---|
| Klassische Online-Shops (B2C) | Reine B2B-Shops (keine Verbraucher) |
| WooCommerce-Shops mit Widerrufsrecht | Schnell verderbliche Waren (z. B. frische Lebensmittel) |
| Digitale Inhalte / E-Books / Kurse | Individuell angefertigte Produkte |
| Abonnements / Streaming (mit Widerrufsrecht) | Entsiegelte Hygieneartikel |
| Buchungsplattformen (wenn Widerrufsrecht) | Event-/Konzerttickets, Flugbuchungen |
| Finanzdienstleistungen (Kredite, Versicherungen) | Verträge ausschließlich per Telefon/E-Mail |
⚠️ Hinweis: Wenn Ihr Shop sowohl widerrufsfähige als auch ausgenommene Produkte anbietet, gilt die Buttonpflicht für den gesamten Shop. Nur wenn Sie ausschließlich Produkte ohne Widerrufsrecht verkaufen, entfällt die Pflicht.
So muss der Widerruf-Prozess technisch aussehen
Der Gesetzgeber schreibt einen zweistufigen Prozess vor. Ein einfacher Link allein genügt nicht – der gesamte Ablauf muss strukturiert, nachvollziehbar und elektronisch abwickelbar sein.
- Widerruf einleiten: Ein gut sichtbarer Button oder Link mit der Beschriftung „Vertrag widerrufen“ muss während der gesamten Widerrufsfrist (in der Regel 14 Tage) auf der Website erreichbar sein.
- Daten eingeben: Nach dem Klick öffnet sich ein Formular, in dem der Verbraucher Name, Bestell- oder Vertragsnummer und E-Mail-Adresse eingibt. Ein Widerrufsgrund darf kein Pflichtfeld sein.
- Widerruf bestätigen: Ein zweiter Button oder Link – z. B. „Widerruf bestätigen“ – schließt den Vorgang ab. Erst durch diese zweite Aktion ist der Widerruf rechtswirksam erklärt.
- Bestätigung per E-Mail: Der Händler muss unverzüglich eine elektronische Eingangsbestätigung senden – per E-Mail mit Datum, Uhrzeit und den übermittelten Widerrufsdaten.

🚨 Wichtig: Ein allgemeines Kontaktformular oder eine bloße E-Mail-Adresse erfüllen diese gesetzlichen Anforderungen nicht. Der gesamte Prozess muss strukturiert, eindeutig und technisch nachvollziehbar ablaufen.
Anforderungen: Platzierung, Beschriftung und Zugänglichkeit
Der Widerrufsbutton darf nicht im Kleingedruckten versteckt werden. Der Gesetzgeber macht klare Vorgaben zu Gestaltung und Platzierung:
| Anforderung | Details |
|---|---|
| Beschriftung | „Vertrag widerrufen“ oder gleichwertige, eindeutige Formulierung – keine unklaren Bezeichnungen wie „Kontakt“ oder „Serviceanfrage“ |
| Sichtbarkeit | Hervorgehoben platziert, gut lesbar, ausreichende Kontraste – im Kundenkonto direkt bei den Bestellinfos |
| Erreichbarkeit | Ohne Login erreichbar (es sei denn, auch der Kauf erforderte einen Login) – keine zusätzlichen Apps nötig |
| Verfügbarkeit | Während der gesamten Widerrufsfrist (i. d. R. 14 Tage) ständig online und funktionsfähig |
| Datenminimierung | Nur notwendige Angaben abfragen: Name, Vertragsnummer/Bestellnummer, E-Mail – kein Widerrufsgrund |
⚠️ Hinweis: Die Platzierung im Footer allein genügt häufig nicht. Empfehlenswert ist eine Kombination: Footer-Link und zusätzliche Verlinkung in der Bestellbestätigung sowie im Kundenkonto.
Praxisproblem: Widerrufsbutton bei personalisierten Produkten
Ein häufig übersehener Fall: Was passiert, wenn eine Bestellung sowohl widerrufbare Standardprodukte als auch nicht-widerrufbare Sonderanfertigungen enthält? Ein Gravur-Becher ist nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB vom Widerrufsrecht ausgeschlossen – das Standard-T-Shirt in derselben Bestellung aber nicht. Germanized und German Market unterscheiden das nicht automatisch.
Das VASTCOB Widerrufsbutton Plugin für WooCommerce löst dieses Problem: Es erkennt pro Bestellposition automatisch, ob ein Produkt personalisiert ist oder Standardware – über Plugin-Patterns, einen Universal-Marker oder Keyword-Erkennung. Zusätzlich bietet es einen Bearbeitungs-Workflow mit farbiger Status-Spalte in der Bestellübersicht und lückenlosem Audit-Trail. Das Plugin ist under anderem mit Germanized und German Market kompatibel und kostet nur 49 € einmalig pro Domain.
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Was droht bei Verstoß?
Die Konsequenzen für eine fehlende oder fehlerhafte Umsetzung sind erheblich. Der Gesetzgeber hat gleich mehrere Sanktionsmechanismen vorgesehen:
- Bußgeld bis 50.000 €: Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 1,25 Millionen Euro.
- Bußgeld bis 4 % des Jahresumsatzes: Für Unternehmen mit mehr als 1,25 Millionen Euro Jahresumsatz in der EU.
- Abmahnungen: Mitbewerber und Verbraucherschutzorganisationen können bei fehlendem Button abmahnen – mit hohen Anwaltskosten und Unterlassungsansprüchen.
- Verlängerte Widerrufsfrist: Fehlt der Button oder werden Informationspflichten nicht erfüllt, verlängert sich die Widerrufsfrist automatisch auf 12 Monate + 14 Tage.
- Vertrauensverlust: Verbraucher, die den Button nicht finden, können das Vertrauen in Ihren Shop verlieren und zu einem Mitbewerber wechseln.

🚨 Wichtig: Handeln Sie jetzt – nicht erst kurz vor dem Stichtag. Wer am 19. Juni 2026 noch keinen Widerrufsbutton hat, setzt sich bewusst rechtlichen und finanziellen Risiken aus.
Unterschied: Widerrufsbutton vs. Kündigungsbutton
Viele Shopbetreiber verwechseln den neuen Widerrufsbutton mit dem bereits seit dem 1. Juli 2022 verpflichtenden Kündigungsbutton (§ 312k BGB). Beide schützen Verbraucher, erfüllen aber grundlegend unterschiedliche Zwecke:
| Merkmal | Kündigungsbutton (§ 312k BGB) | Widerrufsbutton (§ 356a BGB) |
|---|---|---|
| Gilt für | Dauerschuldverhältnisse (Abos, Mitgliedschaften) | Alle Fernabsatzverträge mit Widerrufsrecht |
| Wirkung | Kündigung wirkt ex nunc (ab sofort) | Widerruf führt zur vollständigen Rückabwicklung |
| Pflicht seit | 1. Juli 2022 | 19. Juni 2026 |
| Beschriftung | „Jetzt kündigen“ o. ä. | „Vertrag widerrufen“ o. ä. |
⚠️ Hinweis: Wenn Sie bereits einen Kündigungsbutton in Ihrem Shop haben, sind Sie damit nicht automatisch für den Widerrufsbutton abgesichert. Beide Funktionen müssen separat und korrekt umgesetzt sein.
Widerrufsbutton in WordPress und WooCommerce einrichten
Für WooCommerce-Shops gibt es verschiedene Wege, den Widerrufsbutton rechtssicher einzurichten. Ich arbeite mit dem German Market Plugin von MarketPress – einer bewährten Komplettlösung für rechtskonforme WooCommerce-Shops in Deutschland.
Welche Lösungen gibt es für WooCommerce?
| Plugin | Kosten | Integration | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| German Market (ab Version 3.58) | Kostenpflichtig | Nativ integriert | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| VASTCOB Widerrufsbutton Plugin | Kostenpflichtig | Separates Plugin | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Germanized (ab Version 4.0) | Kostenlos (Basis) | Nativ integriert | ⭐⭐⭐⭐ |
| EU Widerrufsbutton für WooCommerce | Kostenlos (WordPress.org) | Separates Plugin | ⭐⭐⭐ |
| Individuelle Lösung | Nach Aufwand | Beliebig | ⭐⭐⭐⭐ |
Widerrufsbutton mit German Market einrichten – Schritt für Schritt
German Market von MarketPress unterstützt den Widerrufsbutton ab Version 3.58 (verfügbar seit 29. Mai 2026) nativ. Folgen Sie diesen Schritten:
- Plugin aktualisieren: Öffnen Sie Ihr WordPress-Backend unter Plugins > Installiert und aktualisieren Sie German Market auf Version 3.58 oder höher.
- Widerrufsseite prüfen und veröffentlichen: Gehen Sie zu Seiten > Alle Seiten. German Market legt bei der Aktivierung automatisch eine Seite „Vertrag widerrufen“ als Entwurf an. Prüfen Sie den Inhalt und veröffentlichen Sie die Seite.
- Shortcode prüfen: Öffnen Sie die Widerrufsseite und stellen Sie sicher, dass der Shortcode [gm_withdrawal_button] eingebunden ist. Dieser Platzhalter-Code gibt automatisch das zweistufige Widerrufsformular aus.
- Einstellungen konfigurieren: Navigieren Sie zu WooCommerce > German Market > Widerruf > Widerrufsbutton und konfigurieren Sie alle Einstellungen. Unter German Market > Widerruf > Seitenauswahl wählen Sie die erstellte Seite aus.
- Button im Footer einbinden: Der Widerrufsbutton muss dauerhaft erreichbar sein – am besten im Footer. Falls die automatische Einbindung nicht funktioniert: Gehen Sie zu Design > Menüs und fügen Sie die Widerrufsseite als Menüpunkt in Ihr Footer-Menü ein. Über Ansicht anpassen > CSS-Klassen können Sie dem Link ein optisches Button-Styling (z. B. Klasse btn) vergeben.
- Vollständig testen: Testen Sie den gesamten Ablauf mit Kundenkonto und als Gast. Prüfen Sie, ob die Eingangsbestätigung per E-Mail mit Datum und Uhrzeit korrekt versendet wird.
Schritt für Schritt: Germanized einrichten
- WordPress-Backend öffnen: Plugins > Installiert > Germanized auf Version 4.0+ aktualisieren.
- Seite prüfen: Seiten > Alle Seiten > Prüfen ob „Vertrag widerrufen“ als Entwurf vorhanden ist.
- Seite veröffentlichen und Inhalt prüfen (Widerrufsformular-Shortcode einbinden).
- Einstellungen: WooCommerce > Einstellungen > Germanized > Allgemein > Widerrufsbutton > Footer-Einbindung aktivieren.
- Button optisch hervorheben: CSS-Klasse „btn“ oder „button“ im Footer-Menü-Eintrag vergeben.
- Test mit einer echten Bestellung und einer Gastbestellung durchführen.
- E-Mail-Bestätigung überprüfen: Kommt die automatische Eingangsbestätigung mit Datum und Uhrzeit an?

⚠️ Hinweis: Das German Market Widerrufsformular prüft, ob die eingegebene Bestellnummer im System existiert. Aus rechtlicher Sicht darf ein Widerruf nicht allein deshalb abgelehnt werden, weil die Bestellnummer falsch eingegeben wurde. Prüfen Sie, ob Ihre Konfiguration dies korrekt berücksichtigt.
💡 Tipp: Testen Sie den Widerrufsbutton immer auch für Gastbestellungen – nicht nur für eingeloggte Kunden. Der Zugang darf nicht von einem Login abhängig sein, sofern auch der Kauf ohne Login möglich war.
DSGVO-Konformität beim Widerrufsprozess sicherstellen
Der Widerrufsprozess erfordert die Verarbeitung personenbezogener Daten – Name, E-Mail-Adresse und Bestellnummer des Verbrauchers. Damit unterliegt er der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Als eRecht24-Mitglied und DSGVO-konformer WordPress-Experte weise ich meine Kunden stets auf die notwendigen Anpassungen hin:
- Speicherfristen beachten: Widerrufsdaten sind entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten zu speichern – in der Regel 10 Jahre für steuerrelevante Belege (§ 147 AO).
- Datenschutzerklärung aktualisieren: Ergänzen Sie die Verarbeitung personenbezogener Daten im Widerrufsprozess, nennen Sie die Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO – gesetzliche Verpflichtung) und die Löschfristen.
- Widerrufsbelehrung anpassen: Die Widerrufsbelehrung muss ab dem 19. Juni 2026 auf den Widerrufsbutton und dessen Platzierung hinweisen.
- Datensparsamkeit einhalten: Fragen Sie nur die wirklich notwendigen Daten ab – Name, Bestellnummer, E-Mail. Ein Widerrufsgrund darf kein Pflichtfeld sein.
- Eingangsbestätigung versenden: Versenden Sie unverzüglich nach dem Widerruf eine E-Mail-Bestätigung mit Datum, Uhrzeit und den übermittelten Daten.
💡 Tipp: Prüfen Sie Ihre rechtlichen Texte regelmäßig auf e-recht24.de und testen Sie Ihre Website auf Barrierefreiheit mit dem WAVE-Tool (wave.webaim.org). Auch der Widerrufsbutton muss den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) entsprechen – ausreichende Kontraste und Screenreader-Kompatibilität sind Pflicht.
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Checkliste: Ist Ihr Online-Shop bereit?
Nutzen Sie diese Checkliste, um zu prüfen, ob Ihr Online-Shop die neuen Anforderungen ab dem 19. Juni 2026 erfüllt. Wenn Sie bei einem Punkt unsicher sind, sprechen Sie mich gerne an – ich prüfe Ihren Shop und sorge für rechtssichere Umsetzung.
- German Market auf Version 3.58 oder höher aktualisiert
- Widerrufsseite „Vertrag widerrufen“ angelegt, Shortcode [gm_withdrawal_button] eingebunden und Seite veröffentlicht
- Seite unter German Market > Widerruf > Seitenauswahl korrekt hinterlegt
- Button gut sichtbar im Footer eingebunden
- Kein Pflicht-Widerrufsgrund im Formular abgefragt
- Zweistufiger Prozess funktioniert: Button → Formular → Bestätigen → E-Mail
- Eingangsbestätigung per E-Mail mit Datum und Uhrzeit wird versendet
- Test mit Kundenkonto-Bestellung und Gastbestellung durchgeführt
- Widerrufsbelehrung auf Hinweis zum Widerrufsbutton aktualisiert
- Datenschutzerklärung um Widerrufsdaten-Verarbeitung ergänzt
- Button auf mobilen Geräten sichtbar und bedienbar (Mobile-First)
- Barrierefreiheit geprüft: ausreichende Kontraste, Screenreader-kompatibel (BFSG)
- Footer-Link und Verlinkung im Kundenkonto vorhanden
✅ Gut zu wissen: Nicht alle Punkte abgehakt? Kein Problem – ich prüfe Ihren WooCommerce-Shop und setze alle Anforderungen für Sie rechtssicher um. Jetzt anfragen!
Zusammenfassung
Der Widerrufsbutton WooCommerce ist ab dem 19. Juni 2026 gesetzliche Pflicht für alle B2C-Online-Shops in Deutschland. Die Rechtsgrundlage ist § 356a BGB auf Basis der EU-Richtlinie 2023/2673. Wer die Frist versäumt, riskiert Bußgelder bis zu 50.000 €, Abmahnungen und eine um 12 Monate verlängerte Widerrufsfrist.
Die technische Umsetzung mit dem German Market Plugin ab Version 3.58 ist gut handhabbar. Entscheidend ist der vollständige zweistufige Prozess: Button → Formular → Bestätigung → E-Mail. Dazu kommen die Aktualisierung der Widerrufsbelehrung und der Datenschutzerklärung sowie die DSGVO-konforme Datenverarbeitung.
Als WordPress-Experte aus Bissendorf/Osnabrück mit über 20 Jahren Erfahrung, eRecht24-Mitglied und Spezialist für rechtssichere WooCommerce-Shops helfe ich Ihnen, Ihren Online-Shop rechtzeitig und korrekt umzurüsten.
FAQ – Häufige Fragen zum Widerrufsbutton für WooCommerce
Was ist der Widerrufsbutton?
Eine gesetzlich vorgeschriebene digitale Funktion (Button oder Link), über die Verbraucher einen online abgeschlossenen Vertrag direkt im Shop widerrufen können – ohne E-Mail, Telefon oder ausdruckbares Formular.
Ab wann gilt die Widerrufsbutton-Pflicht?
Ab dem 19. Juni 2026. Rechtsgrundlage ist § 356a BGB, der die EU-Richtlinie 2023/2673 umsetzt. Das Gesetz wurde am 6. Februar 2026 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Wen betrifft die Pflicht?
Alle Unternehmen, die B2C-Fernabsatzverträge über eine Online-Benutzeroberfläche abschließen und bei denen ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht – also die meisten WooCommerce-Shops, Buchungsplattformen und Anbieter digitaler Produkte.
Reicht ein Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse?
Nein. Das Gesetz verlangt einen strukturierten, zweistufigen elektronischen Widerrufsprozess. Ein allgemeines Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse genügen nicht.
Unterstützt German Market den Widerrufsbutton?
Ja – ab Version 3.58 (verfügbar seit 29. Mai 2026) nativ. Die Einstellungen finden Sie unter WooCommerce > German Market > Widerruf > Widerrufsbutton.
Muss es wirklich ein Button sein?
Nein. Auch ein klar beschrifteter Hyperlink erfüllt die Anforderung. Entscheidend sind die eindeutige Beschriftung, gute Sichtbarkeit und leichte Auffindbarkeit.
Was passiert, wenn ich den Widerrufsbutton nicht einbaue?
Es drohen Bußgelder bis zu 50.000 € oder 4 % des Jahresumsatzes, Abmahnungen und eine verlängerte Widerrufsfrist von 12 Monaten + 14 Tagen.
Gilt die Pflicht auch für meinen B2B-Shop?
Nein. Reine B2B-Shops, die ausschließlich an Geschäftskunden verkaufen, sind ausgenommen.
Muss der Widerrufsbutton auch für Gastbestellungen erreichbar sein?
Ja. Der Button muss ohne Registrierung oder Login erreichbar sein – sofern auch der Kauf ohne Login möglich ist.
Wie kann GravitationDesign mir helfen?
Ich prüfe Ihren Shop, empfehle die passende Plugin-Lösung, setze den Widerrufsprozess technisch korrekt um, aktualisiere Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung und sorge für DSGVO-Konformität. Sprechen Sie mich an!




